Freundschaften pflegen: Diese 10 Tipps helfen dir dabei

Freundschaften sind wichtig, wollen aber auch gepflegt werden. Mental Coach Antje Heimsoeth verrät 10 Tipps, mit denen du deine persönlichen Beziehungen schützt und erhältst. 

Laut Bundesverband Digitale Wirtschaft verbringen wir im Durchschnitt täglich 71 Minuten in Sozialen Netzwerken. Die Wirkung einer echten Umarmung durch einen anderen Menschen können allerdings weder Emojis noch eine nette Nachricht ersetzen. Wie viel Zeit verbringst du bei WhatsApp, Facebook & Co? Und wie viel live mit deinen Freunden?

Für die meisten Frauen ist die beste Freundin ein extrem wichtiger Lebensbestandteil. Sie ist Balsam für die Seele, teilt Freud und Leid, schenkt das Gefühl von Geborgenheit, gibt Feedback. Freundschaften tun gut: Ihre echte soziale Unterstützung federt Stress ab, sorgt dafür, dass wir uns wohl fühlen und stärkt sogar die Abwehrkräfte von Körper und Seele. Somit tragen gute Freunde zu unserer mentalen und emotionalen Stärke bei.

In ihrem aktuellen Buch „Frauenpower. Mentale Stärke für Frauen“ von Antje Heimsoeth geht es um die Wechselwirkungen zwischen Denken und Handeln und weibliche Stolperfallen wie der Selbst-Sabotage, dem Vergleichen oder dem Schönheitswahn. Außerdem kommen Gastautorinnen aus der Wirtschaft und dem Coaching zu Wort. Das Buch ist am 24. Mai 2018 bei Springer erschienen.


Freunde zu gewinnen und zu bewahren, bedarf allerdings mehr als Klicks und Kurznachrichten. Mit diesen zehn einfachen Tipps gelingt es dir ganz leicht, neue Freundschaften aufzubauen, zu pflegen und zu erhalten.

Zehn Tipps für die Pflege von Freundschaften:

  • Gehe mit Offenheit auf andere zu und lächle sie dabei an. Das öffnet so manche Tür.
  • Sei aufrichtig. Verspieltes Vertrauen ist oft der Anfang vom Ende einer Freundschaft.
  • Verstelle dich nicht, bleibe authentisch. Schließlich möchtest du so gemocht werden, wie du bist.
  • Höre aktiv zu! Lasse dein Gegenüber aussprechen und zeige gleichzeitig Empathie. Offene Fragen, Akzeptanz und Aufmerksamkeit helfen dabei.
  • Freundschaft ist keine Zweckgemeinschaft. Achte darauf, dass es ein Geben und Nehmen ist.
  • Akzeptiere deine Mitmenschen so, wie sie sind. Das setzt voraus, dass du dich selbst akzeptierst.
  • Sei verlässlich.
  • Toleriere Kritik und bewahre eine liebevolle und wertschätzende Art, wenn du Kritik übst.
  • Nimm dir Zeit für Treffen, gemeinsame Erlebnisse und eine Nachricht zwischendurch.
  • Verschenke kleine Aufmerksamkeiten und Freuden, auch einfach mal so.

Praktische Übung: Wie steht es um deine persönlichen Beziehungen?

Nimm dir ein Blatt Papier und stelle deine Beziehungen in einem Schaubild dar. Du befindest dich als „Ich“ in der Mitte des Blattes. Drumherum platzierst du die Namen der Menschen, zu denen du Beziehungen pflegst. Du kannst die Bedeutung der Beziehungen durch die Strichstärke symbolisieren.

Bewerte deine Beziehungen: 
— steht für sehr schlechte, belastende Beziehungen
– für schlechte
0 für neutrale Beziehungen
+ für gute und
++ für sehr gute, intakte Beziehungen

Betrachte anschließend die Beziehungen genauer und beanworte zu jeder Beziehung folgende Fragen:

  • Wie ist es um deine Beziehungen bestellt?
  • Was ist dir wichtig in diesen Beziehungen?
  • Wo entdeckst du bei näherer Betrachtung Mängel und Defizite?
  • Welche Auswirkungen haben sie – auf deine Partnerschaft, Familie, Arbeit, auf die Arbeit anderer, auf dich selbst, auf deine Stimmung etc.?
  • Worauf solltest du künftig achten, um einzelne Beziehungen zu verbessern?
  • Welches Ergebnis wünschst du dir?
  • Was wirst du anders machen als bisher?

So steht es um deine Freundschaften

Im Leben geht es nicht nur darum, wohin du gehst – sondern auch, mit wem du unterwegs bist. Hast du festgestellt, dass es einige belastende Beziehungen in deinem näheren Umfeld gibt? Dann prüfe, was du tun kannst, um die Qualität der Beziehung zu ändern. Welche Faktoren wirken belastend? Kannst du zum Beispiel durch ein offenes Gespräch Einfluss nehmen, indem du benennst, was du als störend oder hinderlich empfindest? Gelingt es dir nicht, eine belastende Beziehung positiv zu verändern, dann solltest du in Erwägung ziehen, sie zu beenden. Manchmal muss man sich trennen, um bei sich bleiben zu können. Das erfordert mentale und emotionale Stärke, aber setzt gleichzeitig neue Energien und Perspektiven frei. Hast du festgestellt, dass deine Beziehungen oft neutral sind? Dann frage dich, woran das liegt und was du dir für diese Beziehungen wünschst? Der erste Schritt von einer neutralen zu einer guten Beziehung ist Offenheit. Sei offen dir selbst und deinen Bedürfnissen gegenüber sowie offen im Umgang mit anderen. Jede Veränderung beginnt mit Erkenntnis.

Freundschaften pflegen – Tipps